Daten von einer halben Milliarde Facebook-Nutzern

... sind wohl schon seit 2019 irgendwo im Umlauf, wo sie nicht hingehören. Ist irgendwie an mir vorbei gegangen, aber da gab's diesen Blog auch noch gar nicht.

Die Telefonnummern und weitere persönliche Daten von mehr als 530 Millionen-Facebook-Nutzern sind veröffentlicht worden. Zu den geleakten Informationen gehörten unter anderem Namen, Wohnort, Mail-Adressen und biografische Informationen von Menschen aus 106 Ländern - 32 Millionen davon in den USA, elf Millionen in Großbritannien.

Facebook hat die Sicherheitslücke Schnittstelle, die zum Abfluss der Daten genutzt wurde, nach eigenen Angaben bereits 2019 geschlossen.

Wenn es sich nur um Daten der in der Einzelbetrachtung eher risikoarmen Kategorien handelt, geben die Leute die ja meistens mehr oder weniger bewusst und freiwillig raus in ihrem exhibitionistischen Wahn. Da kann man nichts machen.

Aber vielleicht war der eine oder andere User dabei, der tatsächlich gedacht hat, dass man ein Facebook-Konto führen kann, bei dem die eigenen Daten privat bleiben. Das ist eine gleich auf mehreren Ebenen falsche Annahme. Aber immerhin war ein Bewusstsein vorhanden, dass die Offenlegung des eigenen Lebens fragwürdig ist.

Die meisten Leute interessiert das mit antisozialen Medien wie Facebook vermutlich nicht besonders. In meiner Wahrnehmung gibt es zwei große Fraktionen:

  1. Die Facebook-Gegner, die diejenigen auslachen, die Facebook noch benutzen. Die mögen in vielen Dingen recht haben, aber hilfreich ist ihre Attitüde nicht. Die muss man auch nicht überzeugen, Abstand zu nehmen von den antisozialen Medien.
  2. Die Facebook-Nutzer, die sich denken: So schlimm isses nicht, hab nix zu verbergen. Ich passe schon auf, dass da keine kritischen Daten in Umlauf gehen. Sollen diese paranoiden Datenschutzfuzzis doch rumheulen, das Leben ist zu kurz.

Für keine dieser zwei Hauptfraktionen sind Reposts wie dieser hier gedacht. Ich richte meine Textfetzen an diejenigen, die schon Zweifel haben an Facebook, aber noch einen letzten Schubs brauchen, um endlich zu entsagen. Steter Tropfen.